In Gedenken

Wir wollen auf diesen Seiten unseren Schützlingen gedenken, welche es nicht geschafft haben eine eigene Familie zu finden.

Es bricht mir das Herz, wenn wir einen von unseren verlieren, entscheiden zu müssen und bei ihm zu sein, wenn er seine letzte Reise antritt. Ein Gefühl der Wut, der tiefen Trauer und des Versagens liegt dann in mir. Diese Hunde habe ich dann meist Jahre begleitet, ihre Vorgeschichte liegt einem schwer im Magen, der Tag an dem ich sie abgeholt und mit zu uns genommen habe, so, wie viele Erlebnisse mit ihnen, bleiben für mich unvergessen.

In meinem Herzen werden sie immer einen Platz haben, gefüllt mit Liebe und Traurigkeit.

 


"Shika"

 

* 2008          Shika          † 12.09.2019

Mein kleiner anderer Engel! 

Du warst Du…, selten bereit, Menschen in Dein Herz zu lassen.

Ich ließ Dich in meins und Du mich in Deins.

Unvergessen die Zeiten, welche wir hatten, Du mit Deinem Kopf auf meiner Brust, mir in die Augen schauend und langsam vertraut einschlafend.

Wenn Du vor Freude über mich Deine Kreisel gedreht hast, dass einem schwindlig wurde und mit einem Affentempo durch den Garten geflitzt bist. Voller Übermut in Deinen so geliebten Pool gesprungen bist, um dann wie eine Irre auf mich zuzurennen und mir dann einen zärtlichen Knutscher verpasst hast.

Als Du Ende 2008 zu uns kamst, hättest Du keine Chance mehr gehabt.

Was hatten sie Dir nur angetan!

Ein Teenager, der fremden Menschen nur heftigste Aggression entgegen brachte.

Ich wusste, dass Du keine Chance in einem normalen Tierheim hattest.

Keine Chance, jemals jemanden wieder zu vertrauen, zu überleben, zu leben.

Dein Zuhause war hier, hier, wo Du verstanden wurdest und geliebt. 

2017 nahmen wir den Kampf gegen den Krebs auf.

Dein Vertrauen mir gegenüber machte es uns so viel leichter. Ich konnte Dir sogar alleine Blut abnehmen für unser Labor, ich war so stolz auf Dich.

Du hast hier im Staff-Hof auch weitere neue Freunde gefunden.

Menschen, denen Du wichtig warst!

 Mein kleiner anderer Engel, ich hätte Dich niemals länger leiden lassen, wenn ich es gewusst hätte. Ich hoffe, Du verzeihst mir… 

Als Du am 12. September aus der Klinik nach Hause kamst, kamst Du um zu gehen…

Deine geliebte Birgit und ich begleiteten und hielten Dich…

Um 21.23 Uhr hörtest Du auf zu atmen…

 

 

 

 

"Archie"

* 18.02.2009      Archie          † 30.07.2019

Mein Archiebär, das Leben ist oft so ungerecht.  Deine Diagnose im Sommer 2018 traf uns so hart.

Seitdem wich ich Dir nicht mehr von der Seite und wir beide nahmen den Kampf auf.

Du warst voller Lebensfreude und so oft hatte ich den Eindruck, dass Du wusstest worum es geht.

Ich hatte nicht gehofft, dass wir noch so viel Zeit gewinnen konnten.

Das Jahr hat uns noch mal sehr zusammengeschweißt. Wie oft saßen wir beide abends hinten im Sonnenuntergang auf der Wiese mit der Nase Richtung Wind und unterhielten uns, so war es auch an dem bestimmten unausweichlichen Abend…

Wir schauten uns tief in die Augen, Du standst auf, gingst Richtung Haus…

Ich wusste im Inneren es stimmt was nicht, Dein Blick bevor Du losgingst und dann sah ich Dich fallen und krampfen. Ich rannte und hielt Dich bis es besser wurde.

Der Tag war gekommen mein Archiebär, hätte er doch noch ewig gebraucht mein Bärchen. 

Jessy kam und brachte Deine Princess in ihr Zimmer, dann warteten wir auf Birgit… 

Als Du hinüber gingst, hörtest Du nicht auf mich zu küssen,

ich würde so sehr wünschen, dass Du mehr Zeit gehabt hättest.

Das Leben ist oft so ungerecht…

Du hast um 23.25 Uhr Deine Augen für immer geschlossen…

in meinem Herzen werden sie immer geöffnet sein und mir in die Seele sehen…

"Rudi"

* März 2003       Rudi     † 30.12.2018

Rudi, Rudilein, Trude, Trüdchen, Du so großartiger, einmaliger Hund.

Du Geduldsengel, Du Friedensengel, Du hast so vielen Hunden ins Leben geholfen, indem Du ihnen zeigtest, wie man untereinander spricht.

Warst für einige Welpen der gute Onkel Rudi! 

Für mich warst Du ein Herzenshund, so besonders, so einen Hund trifft man immer nur einmal im Leben. Jeder sprach so von Dir.  

Und all Deine so liebenswerten Macken, die nie ein neuer Mensch hinnehmen wollte, sie machten Dich umso einmaliger.

Hier musstest Du nicht allein alleine bleiben, Du hattest Deine Hundefreunde und nach so vielen Chaosautofahrten mit Litern von Sabber hast auch Du mit mir zusammen Autofahren erlernt und Spaß daran gehabt.

Fünfmal konnte ich Dir das Leben retten!

Als Du 2005 zu uns kamst, wollte die Behörde Dich “verwerten“, entsorgen. Dann kam später der Tag, wo Du einen Bronchialkrampf hattest und wiederbelebt wurdest. Dann rettete Dir die Milzentfernung das Leben, Du wärst sonst verblutet. Im hohen Alter mussten wir Deine Gelenke mit Goldakupunktur helfen, sonst hättest Du nicht mehr laufen können. Und dann kam der Nebennierentumor, wo die Operation Dir auch das Leben rettete.  

Dann kam die Zeit, wo Du langsam Deine Reise begannst. Deine letzten Jahre pflegte ich Dich gerne, Deine Tüttligkeit machten Dich umso liebenswerter.

Die Zeit ist so schnell vergangen,

fast 14 Jahre begleitete ich Dich und liegen zwischen diesem Bild.

Am 30. Dezember wolltest Du die Räume wechseln.

Um 13.35 Uhr hat Dein so liebevolles Herz aufgehört zu schlagen… 

Deine Fröhlichkeit und Liebe zu Mensch und Hund ist legendär

Du bist unvergessen… Ich vermisse Dich so sehr…

 


Bobby

Fotos

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"Sugar und und Bobby"

* 1999   † 30.03.2016    Bobby   und   * 2001   † 29.10.2016 Sugar 

Meine beiden Mäuse…

Worte finden kann ich kaum…

Eure Ohren haben Euch nie hören lassen,

Eure Augen, Eure Seele

 haben mehr gehört als jeder andere…

Über elf Jahre durfte ich Euch begleiten, waren wir eins.

Ihr habt immer so viel Lebensfreude und Kämpfergeist gehabt.

Wie viele Kämpfe gegen Krankheiten haben wir zusammen gewonnen, kaum glaubhaft!

Bobby mein Liebling, Sugar, Birgit und ich begleiteten Dich zusammen und um 15.36 Uhr hörte Dein Herz auf zu schlagen.

Sugar meine Liebste, Du hörtest um 2.32 Uhr auf zu atmen.

Birgit und ich hielten Dich.

Solange Du noch da warst, war Böbbchen noch so gegenwärtig.

Wenn ich an Eurem Zimmer vorbei laufe und es fängt an dunkel zu werden, mache ich immer gleich Euer Licht an.

Ich sage Euch spät “Gute Nacht“ und in der Früh “Guten Morgen“.

Es wird dauern bis eine neue Hundeseele in Euer Zimmer zieht, noch bin ich nicht soweit.

Sie wird es dann genauso brauchen wie Ihr einst und ich bete, dass sie dann genauso glücklich ist.

Eure Asche habe ich vereint,

so ist zusammen was zusammen gehört… 

Wir sehen uns wieder, wenn die Zeit gekommen ist…

"ROMEO"

* 1999        † 09.11.2015

Romeo

Seid still…, ganz leise…, unser Römchen ist auf seiner Reise… geliebt und umsorgt geht er nun an einen anderen Ort…

In Herz und Körper einst geschunden hat er bei uns alles überwunden

Geschenkt hast Du uns viel Vertrauen und Liebe und hier nie wieder erfahren

des Menschen’s Hiebe

Bist nun ohne Schmerzen und für immer in unseren Herzen

 

 

Du hattest meinen größten Respekt!

Ein Hund, der über acht Jahre misshandelt wurde, seelisch und körperlich.

Trotz allem nahmst Du meine Hilfe an, anfangs misstrauisch und zögerlich,

dann mit Freude und Vertrauen.

Du warst immer so tapfer, bei all Deinen Tierarztbehandlungen so geduldig, so brav. Ich bin sehr glücklich, dass Du noch sechs Jahre Dein Leben bei uns genießen konntest.

 

Romeo gehörte zu den armen Seelen aus Cottbus, welche seit 2000 in einer gewerblichen Unterbringung, bezahlt von der Stadt, von Steuergeldern, untergebracht waren.

Viele von ihnen haben das nicht überlebt.

Die Überlebenden waren seelisch und körperlich all die Jahre misshandelt worden, mit Wissen der Behörden!

Den Tag in 2009, an dem wir sechs alte Hunde dort abholen konnten,

werde ich nie vergessen. Romeo war der letzte,

welcher von den sechs nach all den Jahren noch am Leben war.

Es endet eine Ära mit ihm.

Wieder mal haben mir auch diese Hunde gezeigt, wie wichtig unsere

Staffordshire-Hilfe ist…, dass wir auf dem richtigen Weg sind!

"Hippie"

*03/2003                   † 15.10.2014

  

Meine kleines Hängebauchmeerschwein, meine kleine tapfere Maus…

Zu kurz ist Dein Gehen her um die richtigen Worte zu finden, man findet diese eigentlich eh nie…

So viele harte Kämpfe haben wir zusammen gegen Krankheiten gewonnen, mein Hippchen…

Diesen haben wir verloren… und Du hast es mir am Morgen des Tages gezeigt, Du hast losgelassen, hast angefangen, Dich auf die Reise zu machen...

So klein Du warst, so groß warst Du, Deine Seele, Dein Herz, Dein Kampfgeist…

So viel Leid wurde Dir in Deiner Vergangenheit angetan, wie so vielen von Euch…

Die Sonne schien an diesem Herbsttag und wir kuschelten in der Sonne, Du schliefst in meinen Armen und wir warteten auf unsere Freundin Birgit…, um die Reise über den Regenbogen anzutreten, als sie kam, blicktest Du sie kurz an, es war von Dir  alles so im Reinem für Dich…, für uns so leicht gemacht von Dir.

Danke dafür, meine kleine Waldfee…

Als Dein Herz aufhörte zu schlagen, fing es leicht an zu regnen…,
Dein eigener Regenbogen fiel übers  Haus, ein kleiner, worauf Deine Freunde warteten, reihte sich dahinter…, sie holten Dich ab…

Wer soll denn jetzt die Kienäppel in unserem Bettchen legen, wer soll sich im Kreis drehen und den Türpfosten streifen, wenn er losrennt…, wer soll sich auf dem Hintern um die eigene Achse drehen, um sich dann nach hinten fallen zu lassen…, wer soll..., ich vermisse Dich...,

mein geliebtes Tapfer-Meerschwein...     

  

 

 

"Thai"

*1998                   † 05.08.2014

 

Thai, Du ach so fröhlicher alter Opi…

Thai, für Dich hat gegolten: Auch demenzkranke können Spaß haben…

Als ich Dich das erste Mal in der großen Tiersammelstelle des Landes Berlin sah, wirktest Du so verwirrt, so gestresst, so alleine…

Jeder Tag zählte für Dich und ich war so froh, als ich Dich zu uns holte.

Du sahst fast nichts mehr, Du hörtest fast nichts mehr und doch warst Du hier so schnell Zuhause.

Nur zehn Wochen waren Dir hier vergönnt und allen kam es viel länger vor, als wenn wir Dich schon viel länger begleiten durften.

Du liebtest so den grünen, frischen Rasen, Deinen Garten hier. Freutest Dich über all die lieben Menschen und warst stetig albern. Deine kleine Stufe von Deinem Zimmer nahmst Du in einem großen Sprung, “Hui, ich kann fliegen“ und galoppiertest los. Wenn Du mich “verloren“ hattest im großen Garten, gingst Du auf die Suche nach mir, obwohl ich eigentlich ganz in Deiner Nähe war, dann total entzückt, dass Du mich wieder neben Dir hast. Hast manchem hier einen blauen Fleck verpasst, wenn Du ihn voller Liebe gezwickt hast. Der gesamte Rasen wurde hier von Dir in Deiner kurzen Zeit abgesuhlt!

Thai, es war eine Ehre, Dich in Deinen letzten Tagen begleiten zu dürfen.

Dich kennen zu lernen und Dir Freude zu bereiten, diese hast Du auch uns zuteil werden lassen!

In den späten Abendstunden haben Birgit und ich Dich begleitet…, Du hast inzwischen bestimmt Deinem, auch krebskranken, Herrchen ein fröhliches “Hallo“ geschenkt!

 

 

 

"KLAUS"

*1999             † 04.03.2014

Klaus, Du wirktest so unverwüstlich, meine kleine Arschkrampe…, mein Popo-Wackler…

Immer warst du da, immer präsent…

Im wahrsten Sinne: Mein geliebter Stoker… 

Mein ständiger Begleiter, sobald ich das Haus verließ.

Du wusstest, wie Du mich im Griff behältst.

Und alle anderen hier. Du warst der Leiter des Staff-Hofs!

Der alles Bestimmende, ein kleiner Tyrann.

Geliebt…

 Bevor Du zu uns kamst, galtest Du als unberechenbar, drehtest angeblich von einer Sekunde zur anderen durch. Deine völlig verfaulten Zähne, Dein vereiterter Kiefer, Dein Geschwür an der Rute und Dein Misstrauen…

So viele Jahre wurdest Du im Auffanglager misshandelt und musstest leiden. 

Klausi, Du warst ein toller Kerl, so speziell, ein Charakterkopf!

Und wir waren ein Team!

Andere durften Dir nicht wirklich sagen wo es lang geht, aber so warst Du halt!

Du hast meinen Horizont in Sachen Geduld sehr erweitert, ich denke mit einem Lächeln an Dich!

Und hoffe, dass Du es genauso tust! 

Wir beide kämpften eine Woche um Dein Leben, als ich Dich hielt, wie Du in Narkose gingst,
ahnte ich es….

 Bei Deinem letzten Atemzug habe ich Dich dann auch gehalten und ich weiß,

Du wärst so gerne länger mein Stoker geblieben… 

Am Abend davor saßen wir im Garten und blickten still in den Sonnenuntergang auf die entfernten Bäume…

 Meine geliebte Arschkrampe, wir wussten es wohl beide…

"Tequila"

*08.10.2001               † 05.01.2012

Tequila schloß am 05. Januar 2012 seine Augen für immer, ich hielt ihn bis sein Herz aufhörte zu schlagen und noch länger...

In meinem Herzen halte ich ihn für immer...

Viele Jahre begleitete ich ihn, dachte, ich habe ihn für immer in gute Obhut, durch Vermittlung auf eine Dauerpflegestelle, ich sollte mich irren...

Seine Geschichte...   

Am 14. Juli fing der Rest seines neuen Lebens an. Er lebte seitdem bei uns im Vereinshaus. Tequi zeigte von Anfang an eine unbändige Lebensfreude. Er hatte soviel Spaß. Rannte, tobte, schmuste...

Immer brav und folgsam, einen besseren Partner kann man sich nicht wünschen.

Alle hier liebten ihn. 

Er erholte sich von seinem Monate gehenden Martyrium schnell und vollständig.

Er liebte es in der Sonne zu liegen, war so gerne mit dabei, ob beim Grillen, bei der Büroarbeit und beim Gärtnern, überall. Er liebte es, wenn er im Auto mitfahren konnte, als Begleitung bei Erledigungen. Seine Spielzeuge pflegte er und freute sich so sehr an ihnen. Tequi liebte Kinder und war so nett mit anderen Hunden.

Ab Anfang Dezember tauchten Probleme mit seiner kaputten Wirbelsäule auf, Mitte Dezember bemerkte ich, dass sich noch ein weiteres Problem ankündigt. Wir machten Ultraschall vom Herzen und Bauchraum, setzten nach Blutbildergebnis seine Schilddrüsentabletten höher.

Alles half nicht, es ging meinem Tequi-Mann immer schlechter.

Weihnachten konnten wir noch zusammen verbringen und auch den Jahreswechsel.

Am 04. Januar machte ich für ihn einen MRT Termin aus.

Er wurde in Narkose dann untersucht. Hirntumor und Disco Spondylitis.

Er schlief kurz nach 20 Uhr am 05. Januar 2012 von der Narkose hinüber.

Ich habe ihn erlöst. Am nächsten Tag war ich mit ihm im Krematorium, seine Asche ist bei  mir. 

Tequi, ich bin so froh, dass Du hier noch so eine glückliche Zeit hattest! Hoffentlich konntest Du vergessen, was Dir die Person, der ich Dich anvertraut hatte, zum Schluss angetan hat. Wie konnte er das tun?

Du hinterlässt ein großes Loch in meinem Herzen...

 

 

"Tiara"

† 04.08.2011

 

 

 

Es begann lange Zeit zuvor... Immer wieder ging ich auf die Seiten des Tierheims Berlin und beobachtete Dich, immer wieder fragte ich Andere, welche im Tierheim ein und aus gingen nach Dir.

ich weiß nicht wieso ich dies tat... Keiner mochte Dich dort...

Manchmal wird das sehr gefährlich für Hunde... Du hast Dich immer mehr unter dem Stress dort verändert und wurdest am Gitter unfreundlich zu Besuchern. Anke, unsere 2.Vorsitzende, besuchte Dich und prompt hacktest Du Anke am Gitter in den Finger, bellend, leicht keifend, gestresst...

Als ich Dich das erste Mal persönlich sah und Dich gleich ansprach mit dem Satz: "Hallo Tiara, jetzt ist alles vorbei, ich hole Dich heute ab", legtest Du Deinen Kopf schräg, als wenn wir uns schon lange kennen würden und Du die ganze Zeit auf mich gewartet hast.

Es war der 5. Februar 2007.

Du warst eine lebhafte und manchmal auch eigenwillige kleine Terrierdame. Du mochtest die Menschen so sehr und freutest Dich bei uns über Jeden. Dein Stressgesicht gehörte schnell der Vergangenheit an. Du liebtest es, wenn man mit den Fingernägeln Deinen Rücken kraulte, strampeltest dabei mit Deinen Hinterbeinen. Du liebtest es Biber zu spielen und aus jedem guten Stück Holz Späne zu machen. Hattest alle Spielzeuge in der Pension eingesammelt und nahmst sie mit in Deinen Zwinger. Du warst auch eine Wasserratte. immer ein geduldiger Tierarztpatient. Von Anfang an hattest Du Probleme mit Deinen Leberwerten und auch Operationen an der Mamaleiste und einen Mastzelltumor.

Als Du am 2. April 2010 zu mir ins neu angemietete Vereinshaus zogst, warst Du schon mein Tapfer-Ömecken. Die Jahre waren vergangen und Dein Hören und Sehen hatten sehr nachgelassen. Du lebtest Dich hier so gut ein, zuerst allerdings das Wohnhaus meidend. Später, als Du gerne ins Haus kamst, musste man immer darauf achten, dass Du nicht versuchst, auf die Couch zu springen, denn Du brauchtest dafür Hilfe. Also war ich immer Dein "Popo-Lift". Du liebtest Deinen Garten und warst so gerne darin unterwegs. Dein Spielzeug brachtest Du hier nicht mehr in Dein Zimmer, sondern verteiltest es draußen überall. Ich sammelte es für Dich immer wieder ein, ab und an fandest Du es selber wieder und freutest Dich dann so herzig. Du warst so gerne bei der Gartenarbeit mit unseren Helfern dabei. Du warst immer brav, man brauchte nie mit Dir schimpfen. Deine Tabletten nahmst Du immer mit etwas Büchse von der Gabel und immer klapperten Deine Vorderzähne dabei, wenn ich die Gabel wieder heraus zog. Immer mit dem Satz von mir: "Loslassen, lass die Gabel wieder los." Ich musste jedes Mal lachen. Du hast soviel Freude bereitet. Du warst eine große Herzensbrecherin und so tapfer im Alter.

Ich könnte noch so viel über Dich erzählen... Wir sehen uns wieder...

Tiara bekam nie ein Zuhause, weil sie wegen ihrer Unverträglichkeit gegenüber anderen Hunden keinen Menschen fand, der sie in ihre Familie aufnehmen wollte.

Am 04. August 2011 um kurz nach 14 Uhr schloss sie in meinen Armen, mit Hilfe meiner befreundeten Tierärztin, für immer ihre lieben Augen.

Sie war ca. 13 Jahre alt, der Krebs besiegte sie...

Mein Tapfer-Ömecken, Tiara, Du bleibst unvergessen...

Ihre Urne ist hier bei mir...

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