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"Carlos"

Carlos lernte ich im Februar 2005 mehr oder minder in der Bremer Stadtamthundeunterbringung kennen. Das Kennen lernen bestand daraus, dass er, wie ein nicht gerade freundlicher Hund, im Zwinger tat, als er uns erblickte. Der Schriftzug an seinem Schild am Zwinger "Schutzanzug anziehen" tat ein Übriges dazu. Auf mein Anfragen ob er bissig sei, kam keine negative Antwort, immerhin zwei Pfleger können so zu ihm herein! Am 25.07.05 wurde verkündet, man könne jetzt schon besser (noch mit Schutzanzug) in den Zwinger und der Hund mache auch schon Sitz. Ich ging also zu Carlos rein und er war zwar etwas ungestüm, aber einen Schutzanzug brauchte ich nicht. Also gut, er sollte mit zu uns. Das Herausnehmen und ins Auto bringen war schon etwas problematischer; er zeigte, dass man unter Stress beutet, auch Jacken und Arme. Scheint immer gut mit gefahren zu sein und so kann man schließlich Stress abbauen, niemand scheint ihm gezeigt zu haben, dass das so nicht in Ordnung ist. Nun, wenn man einen erwachsenen Hund bekommt, der sich so benimmt, ist das gewiss auch nicht einfach. Er biss wie ein Irrer in die Leine, arbeitete sich hoch und oben angekommen versuchte er in den Arm zu beißen. Auf dem großen Gelände stand uns ein langer Weg zum Transportauto bevor. Dort angekommen war er inzwischen in meiner Jacke verbissen. )0: Egal, Hund samt Jacke in die Hundebox! Leider erfuhr ich erst später, dass dieser Hund Mitte Mai diesen Jahres (2005) erst zwei Jahre alt geworden ist und man staune nicht schlecht, laut Akte völlig unauffällig mit 8 MONATEN dort hingebracht wurde, ANDERTHALB Jahre bevor wir ihn mitgenommen haben von dort!!! Ein Junghund also bei Einlieferung! Wieso hat dieser Hund sich so entwickelt???
Was machte Carlos bei uns? Er zeigte sich, nach Anfangsschwierigkeiten, ganz gut, er lernt sehr schnell und fühlt sich nach all den Jahren hier Zuhause.

Ein schwieriger und nicht ungefährlicher Hund wird er immer bleiben, Fremde sind ihm nicht so willkommen. Und so wird er bei uns bleiben. Inzwischen ist er ergraut, hat aber immer noch viel Power im Hintern. Tobt gerne mit den Hundedamen durch das Gelände, früher waren seine besten Freunde Sugar und Bobby, bevor sie getrennt wurden. Die beiden leben in der Hauptunterbringung bei mir und Carlos bei einem ehemaligen Hundehalter von uns zur Pacht. Dort ist die hauseigene Schäferhündin seine Spielgefährtin.

Er hatte jetzt nach Jahren seinen zweiten Mastzelltumor, welcher operiert wurde, ist sonst aber fit.
Ich hoffe, dass er noch viele Jahre bei uns ist…


 

 

 













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