Tequilla ist wieder bei uns!

 

So recht weiss man nicht, wie man diesen Text anfangen soll…

 

Unfassbar wie man sich täuschen kann, wie kalt doch eine Person sein kann, die Schuld auch bei sich suchend, dass man es vorher nicht geahnt hat.

 

Reinschauen in die Köpfe der Interessenten können wir nicht, nur davor! Immer skeptischer werdend aufgrund solcher Erlebnisse, die zum Glück eher die Ausnahme sind.

 

Zur Tatsache:

 

Tequilla wurde auf Empfehlung einer Vorsitzenden eines befreundeten Tierschutzvereins, dann mit unserer Zustimmung, im Dezember 2004 zur Probe platziert. Der Hund einer Frau aus Gera war verstorben und sie wollte Tequi (wie er gerufen wird) trotz seines Handicaps ein Zuhause geben. Tequi weilte, bevor er zu uns kam, im Tierheim Nürnberg, hatte dort einen Kreuzbandriss, wurde in der Uni München nach Slocum operiert. Leider nicht erfolgreich, er entwickelte in dem Knie eine Arthrose, auch sonst ist er kein “anatomisches Wunder“. Die Frau wusste darum, auch das keine Besserung, sondern eher eine Verschlechterung mit zunehmendem Alter, zu erwarten ist. Medizinischen Sachverstand trauten wir ihr zu, da sie Rettungsassistentin ist. Also bestückten wir sie mit allen medizinischen Unterlagen und boten, wie sonst auch bei kranken Hunden, Betreuung und Beratung an.

 

Alles war schön, Tequi lebte sich gut ein, konnte alleine bleiben, war stubenrein, verstand sich mit vielen Hunden gut, war glücklich und zufrieden. Anfang April besuchten wir ihn, hatten aber die Bekannte aus dem Tierschutzverein, welche ihn auch oft gesehen hatte, waren froh ihn so glücklich zu sehen und machten den Übernahmevertrag.

 

Bis Ende April, da wurde alles anders: Tequi “gestattete“ sich geringgradig zu lahmen (nach gut vier Monaten, das erste mal! Vergessen wir nicht der Hund hat eine Arthrose!) Die Hälfte des Übernahmebetrages war nicht bezahlt und schon überfällig. Wir könnten jetzt hier den genauen Ablauf niederschreiben, wofür wir auch Zeugen hätten, aber machen wir es kurz:

 

Seitdem war die Freude am Hund “etwas“ gesunken. Als ich den Hund zurückholen wollte, wurde mir der Hörer mit dem Satz “dann holen sie ihn doch ab“ aufgeknallt und gleich darauf die 2. Vorsitzende hysterisch weinend von ihr angerufen, ich wollte ihr den Hund wegnehmen.

 

Man traf sich mit zwei Zeugen zur Aussprache in Leipzig, angemerkt der Hund war bei der Frau glücklich. Um den jetzigen Gesundheitszustand ( knapp ein halbes Jahr nach der Platzierung) feststellen zu lassen, schlug ich vor, dass sie nach Berlin zu einem Spezialisten kommen kann, auf Rechnung des Vereins.

 

DER TAG WAR DER 01.06.2005, HEUTE!

 

Es wurde festgestellt, dass der zweite Hinterlauf eventuell auch in einem Jahr am Kreuzband operiert werden muss. Die Wirbelsäule zeigt im Brustwirbelbereich zwei Arthrosen, eine (besser gesagt die Wirbel dort) hat sich versteift, die andere weiter vorne, wird mit einer Versteifung folgen. Nicht schön, aber kein Grund, dass der Hund demnächst eingeschläfert werden muss. Bei den Versteifungen kann es zumindest keinen Bandscheibenvorfall mehr geben. Er bekommt erst mal vorrübergehend Medikamente, selbstverständlich betreuen wir den Hund medizinisch weiter mit.

 

Tequi wurde als kranker Hund vermittelt, an eine Person, welche ihn gerade deswegen endlich ein glückliches Leben bescheren wollte, er wurde immer nur umher gestossen.

 

Und diese Person stand nun nach der Untersuchung mir vor der Praxis gegenüber und sagte:“ Sie werde ihn nicht mehr mitnehmen, er muss zurück in den Zwinger!“ Auf die Bitte hin, ihn wenigstens noch ein paar Tage zu behalten, bis wir Platz hätten, kam ein klares NEIN und “ besser so, als wenn sie ihn wo anbinden würde“. Keine Reaktion darauf, ob sie nicht an den Hund hänge und ob sie nicht wisse, was sie dem Hund damit antue!

 

Wenigstens gab sie makabrer weise zu, dass sie, wenn ich ihr damals den Hund nicht gegeben hätte (sie war sehr sensibel, was für den Hund passte, aber vielleicht an Nerven für einen kränklichen Hund dadurch fehlte), sie gegen mich und den Verein gegangen wäre und schlecht über uns geredet hätte! Aber sie hätte sich ja dann irgendwann “wieder beruhigt“!

 

Wie großzügig!

 

Nun, meine besten Wünsche hat DIESE Person nicht…

 

Tequi leidet erheblich, der sensible Hund versteht die Welt nicht mehr, sitzt zitternd in seinem Zwinger in der Ecke.

 

Wieder verlassen!!!

 

Von einer Frau, welche ihn ja extra wegen seinem Leidenweg aus dem Tierschutz zu sich geholt hat. Das empfindet man doch als Gipfel der Perversion! Wie selbstsüchtig sind manche? Wieder ein Fall für den Therapeuten!

 

TEQUILLA WIR GEBEN NICHT AUF! Und ich entschuldige mich für meinen Fehler, DICH der Person anvertraut zu haben.

 

Tequilla wurde am 08.10.2001 geboren und ist kastriert.

 

Er ist einer der entzücktesten Hunde, welche ich in meinem Leben kennen lernen durfte. Anschmiegsam, schmusen bis zum Umfallen, verspielt, mit Freude am Gehorchen, liebt das Toben im Wasser, freut sich am Leben und genießt menschliche Zuwendung, als wenn es sie morgen nicht mehr gibt. Welches in seinem Fall ja auch leider immer wieder so war. Gerne spielt er den Kasperkopf und bringt einen häufig zum Lachen. Er ist ein Hund der glücklich macht mit seinem Wesen. Er hat sich seine Krankheit nicht ausgesucht, wir müssen seine Menschen aussuchen und wir dürfen uns nicht mehr irren. Sein Vertrauen wird sonst irgendwann völlig erlöschen…

 

Noch als kleines “Bonbon“: sie beschwerte sich auf dem Rückweg noch, bei der Fahrerin des befreundeten Tierschutzverein, dass ich ihr den Hund einfach aus der Hand genommen habe und sich nicht mal verabschieden konnte“. Da habe ich aber ein schlechtes Gewissen, tut mir ja dolle leid.


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