Tod oder Geld... oder der tägliche Umgang der Behörde mit... Bailey..

Das ist eine hier eine Schilderung aus der Realität, welche leider nicht selten die Regel ist...

Sie werden etwas mehr zu Lesen haben, aber die Zeit sollten Sie sich nehmen!

Ein Am. Staffordshire Terrier Mix wird in Brandenburg sichergestellt, verbotene Haltung (da Brandenburg) und Beißvorfälle mit anderen Rüden kamen dazu. September 2011!

Der Hund, namens Bailey, lebte bis dahin mit einer Hündin und Kind. Er ist 2 Jahre alt.

Er kam ins Auffanglager nach Wachow.

Januar 2012: Anfrage des zuständigen Ordnungsamt Wustermark von Frau H., ob wir den Hund unterbringen oder aufnehmen könnten. Bailey hat die Freigabe vom zuständigen Veterinäramt zur Tötung, sie würde ihn aber versuchen anderweitig unterzubringen. Bailey hatte drei Beißvorfälle mit anderen Rüden (der Rüde war ohne Leine spazieren oder ist wieder mal dem Halter entwischt), die letzte mit einem Yorkshire endete tödlich. Die Haltung dieser Rasse ist in Brandenburg eh verboten.

Die Verhandlungen beginnen...

Wir konnten ihn nicht nehmen, da wir unsere Unterbringung verändern und noch fünf Hunde aus der dritten Unterbringung in unseren anderen zwei aufteilen müssen. Also fing ich an mir bekannte und gut arbeitende Vereine zu suchen.

Zwischendurch ein Anruf bei mir von der Ex-Freundin des Halters, sie hätte gehört, dass Bailey zu uns käme. Ich verneinte, ich wüsste von dem Hund gar nichts. Sie erzählte..., stellte ihren Ex nicht gerade zuverlässig da. Haupttenor des Anrufs: Sie würde den Hund gerne nehmen..., was eh nicht gegangen wäre, denn die Haltung ist in Brandenburg verboten. Viel später stellte sich heraus (ich dachte mir das schon), dass sie natürlich noch mit ihm zusammen ist und so wieder an den Hund kommen wollten... 

Thema die Kosten: Es ist üblich von Behörden diese auf den Tierschutz bzw. deren Spender abzuwälzen... Hunde werden von den Behörden in Tierschutzvereinen eingemietet und wenn die Vermittlung nicht schnell genug geht, wollen sie die Hunde wieder abholen, drohen mit Tötung. Ahnend vielleicht der betroffene Verein aus Angst um den Hund diesen zu seinen finanziellen Lasten übernimmt!

Ich habe dieses nicht nur einmal erlebt, es ist furchtbar sich so erpressen lassen zu müssen...  

Viele Telefonate mit der zuständigen Bearbeiterin Frau H. vom Ordnungsamt Wustermark folgten, Gespräche welche nicht von Fairness oder Hundesachverstand zeugten und mir viel Unbehagen bereiteten.

Nach Wochen kam Pit, Staff und Co. durch uns ins Spiel... Weitere Verhandlungen, dass wenigstens 1 Jahr die Kosten der Unterbringung dem Verein erstattet werden.

Wenn ein Eigentümer vorhanden ist, holt die Behörde sich sämtliche Kosten von dem, mal weniger, mal mehr erfolgreich. Mir wurde mitgeteilt, dass der darüber informiert wurde, dass im schlimmsten Fall, noch ein Jahr weitere Kosten entstehen.

Endlich kam es zur Einigung, Behörden fälschen wegen Geld um ein Leben eines Hundes, der einfach nur den falschen Halter hatte und einer falschen Rasse angehört, wie auf einem türkischen Basar (ich glaube, da ist es "ehrlicher"). 

Sie stellen Hunde sicher, wollen aber nicht für die Kosten aufkommen. Tierschutz ist ja Gott sei Dank im Grundgesetz verankert...

12.03.2012 Endlich schien alles geklärt, der Vertrag zur Unterbringung bei Pit, Staff und Co. war vom Amt Wustermark unterschrieben, ein Jahr Kosten für die Unterbringung sollte übernommen werden. Am 21.03.2012 sollte Bailey nach Köln gebracht werden. Interessanterweise vom Betreiber der Auffangstation, Gefahrguttransport, Kosten über 700,- Euro!

20.03.2012 ich bekomme gegen 15.30 Uhr eine Benachrichtigung: Bailey geht nicht morgen auf den Transport, sondern wird morgen getötet! 

Ich bekam Herzrasen und Luftmangel..., wen rufe ich zuerst an: Das Ordnungsamt, unseren Anwalt, Pit, Staff und Co. (die ihn ja ein Tag später erwartet haben), die Auffangstation oder die nette "Ex", wo ich mir zum Glück deren Nummer notiert habe...

Nummer 1:Ordnungsamt Wustermark... Ein Herr S. meldet sich. Ich: "Ich möchte bitte sofort Frau H. sprechen." Er: "Sie ist nicht da, kommt erst am 22.03.2012 wieder." Der weitere Gesprächsverlauf war nicht sehr nett. Kurz: Wieso soll er morgen getötet werden, es gibt einen Vertrag, dass der Hund morgen nach Köln kann  ...- egal, der Hund ist morgen tot - wir töten ihn ja nicht, macht ja der ehemalige Halter...- (welcher übrigens noch Eigentümer ist, liegt nämlich immer an den Verwaltungakt der Sicherstellung). Gespräch mit Herrn S. mit nicht freundlichen Worten von mir beendet. Anruf beim Anwalt, dann Anruf bei Pit, Staff und Co., dann Anruf bei der "Ex" des Halters. Bitte um Rückruf von demjenigen. Kurzes Gespräch mit ihr noch..., Anruf von dem bei mir..., er hatte ein Gespräch mit Herrn S. vom Ordnungsamt Wustermark und auf den angekündigten Kosten wurde ihm doch nahe gelegt, dass man sich diese ersparen kann, wenn er ihn selber töten lässt... Gesprächsverlauf mit dem...: freundlich bleiben..., zusammen reißen, am liebsten wäre ich aus dem Anzug gesprungen... Hätte der Halter ihn nicht unerlaubt angeschafft, dann mal besser auf ihn aufgepasst..., wäre Bailey nicht in dieser Situation! Ziel des Gespräches: Eigentumsrechte von dem an Bailey übertragen zu bekommen, Tötung von dem stoppen zu lassen! Auf kurze Nachfrage, ob der jenige wenigstens bereit wäre die Kosten, welche er für die Tötung und den Abdecker bezahlt hätte, an Pit, Staff und Co. zu zahlen... Abdecker? Es war doch ihr Liebling, ist schon ein Platz auf dem Tierfriedhof reserviert... Kein Kommentar...

Man verzichtet, zu großes Risiko zu diskutieren!

Pit, Staff und Co. eilt ins Büro, faxt den Vertrag mit dem Ordnungsamt Wustermark dem Anwalt, ich gebe diesen die Telefonnummer von dem Eigentümer! Abtretungsvertrag der Eigentumsrechte mit dem gemacht. Der hat wenigstens inzwischen den Tierarzttermin zur Tötung abgesagt. Ordnungsamt Wustermark vom Anwalt informiert!

Ist Bailey nun in Sicherheit?

Abholung muss organisiert werden! Bis dahin wird die Unterbringung im Auffanglager dem Verein berechnet!!!

02.04.2011 10 Uhr, ich fahre los Richtung Auffanglager, treffe mich um 11 Uhr vor Ort mit dem bezahlten Transporteur (anders lies sich nichts finden). Übergabe Bailey, er darf ins Auto nach Köln springen und entkommt dem Tod! Seine Reise in die Zukunft beginnt!

Er hätte dort auch Tod raus getragen werden können!

Bailey ist seit September 2011 (es gab keinen Impfpass für ihn) weder geimpft noch entwurmt worden. Er leidet an einer Augenerkrankung, sein rechtes Auge ist vereitert. Die Behandlung wurde vom Ordnungsamt Wustermark nicht angeordnet, die Kosten nicht übernommen.

02.04.2012 Bailey trifft während ich diese Zeilen schreibe bei Pit, Staff und Co. in Köln ein. Danke, dass Ihr die Nerven behalten habt und mit uns "durchgezogen" habt. Er war heute so zauberhaft beim Einladen, so nett...

Wir haben die ganze Sache "eingerührt" und bedanken uns für die Aufnahme durch den Verein. Alles war anders gedacht, sie sollten wenigstens ein Jahr die Unterbringung durch das Ordnungsamt Wustermark bezahlt bekommen. Wir haben, auch wenn uns das nicht so leicht fällt, dem Verein 600,- Euro für drei Monate Unterbringung überwiesen. Ich hoffe, unsere Spender verzeihen mir dies, Bailey wird aber auch Paten brauchen. Er muss tierärztlich versorgt werden und die Unterbringung wird dem Verein weitere Kosten verursachen. Zur Erklärung: Pit, Staff und Co. hat in ihrer Unterbringung einige Hundezimmer kostenlos, für weitere müssen sie dem Betreiber pro Hund 200,- pro Monat bezahlen. Alle kostenfreien Zimmer sind zurzeit belegt!

Ich hoffe, Ihnen sind die Augen nicht müde geworden beim Lesen, sonder eher "wach". Der "tägliche" Wahnsinn eines Vereins, welcher sich diesen Rassen verschrieben hat. Denken Sie bitte einmal darüber nach: TOD ODER GELD! So denken unsere Behörden! So gehen sie mit Hunden um, ist ja nur ein "Kampfhund"!

BAILEY WIRD LEBEN!

WIEVIELE SIND INZWISCHEN TOT ODER SIND ES MORGEN?!

Einen hämischen Dank noch an das Ordnungsamt Wustermark, an den ehemaligen Halter, ans Innenministerium Potsdam!

Einen ehrlichen, herzlichen Dank an Pit, Staff und Co., welcher einer der wenigen ist, welche in den zwölf Jahren, welche ich unseren Verein leite, mit "durchgezogen" hat.

BAILEY WIRD LEBEN!

Der ganz "normale Wahnsinn" in dem Kontakt zu zuständigen Behörden...

Bailey in der ehemaligen Unterbringung

 

 

 

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